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Foto: BMLFUW/UBA/Gröger

Österreich und globaler Umweltschutz

Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Umweltschutz ist für Österreich selbstverständlich. Wo steht Österreich jetzt in der Umweltpolitik?

Österreich hat eine Staatsfläche von 83.855 km, unterliegt jedoch aufgrund seiner geografischen Lage im Zentrum der europäischen Wirtschaftsräume besonders den vielfältigen umweltrelevanten Beeinflussungen. So ist zum Beispiel der Alpenhauptkamm des Alpenlandes Österreich als natürliche Barriere besonders den Langstreckenluftverfrachtungen ausgesetzt. Das wirkt sich besonders auf die sensiblen hochalpinen Regionen aus.
 
Österreich ist ein umwelttechnologisch fortschrittliches Land. Es besitzt das naturwissenschaftliche und technologische Fachwissen um seinen Umwelt-Status-Quo zu erheben. Umfangreiche Datensammlungen, wie zur Bodenzustandsinventur, zum Waldzustand, Luftgütedaten und vielen anderen Umweltbereichen werden erhoben, ausgewertet und stehen als Basisdaten zur Verfügung. So sind Veränderungen in der Umweltsituation nachvollziehbar und beweisbar.
 
Österreich ist EU-Mitglied und Teil der globalen UN-Familie. Das ist auch für die Umweltsituation relevant. Klimawandel, Luftverschmutzung, Zerstörung der bodenfernen Ozonschicht, Umweltgefährdung durch Chemikalien, Bedrohungsszenarien durch atomaren Abfall, Verlust der biologischen Vielfalt – das sind wesentliche globale Herausforderungen für den Umweltschutz.
 
In den letzten Jahren ist das Umweltbewusstsein angesichts der negativen Einflüsse auf die Gesundheit und der Bedrohung durch den Klimawandel massiv gestiegen. Die Umweltpolitik setzt zur Lösung der globalen Probleme immer stärker auf globale Strategien. Beispiele dafür sind die Konferenzen von Stockholm (1972), Rio (1992), Kyoto (1997) sowie der Nachhaltigkeitsgipfel von Johannesburg (2002) oder Buenos Aires 2004.
 
Das UNEP (United Nations Environment Program) erfährt als globales Umweltprogramm der Vereinten Nationen eine deutliche Aufwertung.
 
Österreich hat als kleines Land schon sehr früh die Notwendigkeit grenzüberschreitender Zusammenarbeit im Umweltschutz erkannt. Trotz nationaler Anstrengungen kann vielen umweltrelevanten Problementwicklungen nur durch gemeinsame Maßnahmen in regionalem oder globalem Maßstab gegengesteuert werden.
 
Österreich war und ist bei vielen Aktivitäten im bilateralen und internationalen Umweltbereich immer schon Schrittmacher und Initiator. Österreich ist daher auch Vertragspartei aller wichtigen internationalen Umweltabkommen. Herauszuheben ist die Ratifizierung des Kyoto-Protokolls als wichtiges Instrument im Kampf gegen den Klimawandel. Zur Umsetzung seiner Klimaschutzziele hat Österreich eine nationale Klimastrategie entwickelt.
 
Bedeutende multilaterale Abkommen
Zwei für Österreich bedeutende multilaterale Abkommen sind die Alpenkonvention zum Schutz des sensiblen Alpenraumes und das Donau-Schutzabkommen, das die Donau als eine der wichtigsten Lebens- und Wasseradern Europas von der Quelle bis zum Schwarzen Meer für Generationen als intakten Lebensraum erhalten will.
 
Österreich hat eine langjährige Tradition im Umweltschutz und stellt seine Erfahrungen im Rahmen bilateraler Beziehungen zur Verfügung: Bei Projekten auf Verwaltungsebene gibt Österreich beispielsweise sein Know-how im Abfall-, Abwasser und Anlagenrecht an die neuen EU-Mitgliedsstaaten weiter.
 
Auch österreichische Unternehmen tragen mit international anerkannter Umwelttechnologie zur Verbesserung der Umweltsituation in diesen Ländern bei. Auch im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit (EZA) setzt Österreich einen Schwerpunkt bei Umweltprojekten.

05.05.2008,